16.01.2004

Stellungnahme VV ZH zum Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europische Eisenbahn- Hochleistungsnetz (HGV Anschluss)


Der VV ZH steht dieser Vorlage positiv gegenber, fordert aber, dass das Zentrum Zrich besser zu bercksichtigen ist.


Der VV ZH hat zur Vernehmlassung ber den Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europische Eisenbahn- Hochleistungsnetz (HGV Anschluss) am 12. Dezember 2003 ebenfalls Stellung bezogen und ausgefhrt, dass ein Anschluss der Ost- und der Westschweiz ans europische Hochgeschwindigkeitsnetz nur dann nutzbringend umgesetzt werden kann, wenn aus den grossen Regionen die notwendigen Kapazitten vorhanden sind, um die in der Vorlage vorgesehenen Linien zu alimentieren. Dies ist nur teilweise der Fall. Weder der Ausbau der Linie Zrich-Oerlikon - Winterthur noch derjenige zwischen Blach und Schaffhausen sind in der 1. Phase vorgesehen, derjenige von Zrich nach Basel fehlt sogar in der 2. Phase.

Die Einbindung aller Zentren in das HGV- Konzept erachtet der VV ZH als problematisch. Wichtiger ist es, dass die Reisenden dank Bahn 2000 rasch zu den Ausgangspunkten der HGV- Linien gelangen, sei dies ber Genve im Westen, Basel und Schaffhausen im Norden und St. Margrethen im Osten.

Im Westen soll der Anschluss Genve mit Prioritt behandelt werden, weil er auch der Bevlkerung aus der Region Waadt ermglichen wrde, in der gleichen Zeitspanne nach Paris zu gelangen, wie ber Frasne. Dabei wird die Realisation der TGV- Linie Mulhouse - Dijon vom VV ZH vehement untersttzt, lassen sich doch damit die Verbindungen nach Paris nachhaltig verkrzen und wovon mehr als die Hlfte unseres Landes, nmlich die Region Mittelland ber die Zentral- und Nordost- bis hin zur Ostschweiz profitieren werden.

Die vorgesehene Phasierung (Aufsplitterung in verschiedene Projekte mit zeitverschobener Ausfhrung) wird vom VV ZH als problematisch betrachtet. Der Ausbau stellt ein Ganzes dar und innerhalb des Gesamtkredites knnen einzelne Prioritten festgesetzt werden, wie beispielsweise der Ausbau der Strecke Mulhouse - Dijon, Bellegarde - Bourg en Bresse, oder St. Gallen - St. Margrethen. In diesem Zusammenhang weist der VV ZH darauf hin, dass aber die Zentren - zum Beispiel Zrich - mit leistungsfhigen Zufahrtsstrecken ausgestattet werden mssen, sonst ist das System als Ganzes in Frage gestellt.

Zusammenfassend hlt der VV ZH fest, dass die Zentrumsfunktion von Zrich in dieser Vorlage in ungengender Art und Weise bercksichtigt wird. Was ntzt beispielsweise ein Ausbau Rorschach - Kreuzlingen oder St. Gallen - St. Margrethen, wenn die Realisation des Durchgangsbahnhofs oder der Ausbau der Zulaufstrecken nach Zrich hinausgeschoben wird? Anzufgen ist, dass sich die Frequenzen der Zrcher S- Bahn in hchst erfreulichem Masse entwickeln, was einen Ausbau des Angebots bedingt, welchem der Zrcher Kantonsrat am 24.11.2003 mit der Vorlage zur 3. Teilergnzung zugestimmt hat. Es gilt, alles daran zu setzen, dass aufgrund dieser Sachlage der internationale nicht gegen den S- Bahn- Verkehr ausgespielt wird.

Verfasser:
Kurt Schreiber, Prsident VV ZH
Au ZH, 16.1.2004




Alle Angaben ohne Gewhr.