Stellungnahme VV ZH zum Anschluss der Ost-
und Westschweiz an das europische Eisenbahn- Hochleistungsnetz
(HGV Anschluss)
Der
VV ZH steht dieser Vorlage positiv gegenber, fordert aber, dass
das Zentrum Zrich besser zu bercksichtigen ist.
Der VV ZH hat zur Vernehmlassung ber den Anschluss der Ost-
und Westschweiz an das europische Eisenbahn- Hochleistungsnetz
(HGV Anschluss) am 12. Dezember 2003 ebenfalls Stellung bezogen
und ausgefhrt, dass ein Anschluss der Ost- und der Westschweiz
ans europische Hochgeschwindigkeitsnetz nur dann nutzbringend
umgesetzt werden kann, wenn aus den grossen Regionen die notwendigen
Kapazitten vorhanden sind, um die in der Vorlage vorgesehenen
Linien zu alimentieren. Dies ist nur teilweise der Fall. Weder
der Ausbau der Linie Zrich-Oerlikon - Winterthur noch derjenige
zwischen Blach und Schaffhausen sind in der 1. Phase vorgesehen,
derjenige von Zrich nach Basel fehlt sogar in der 2. Phase.
Die Einbindung aller Zentren in das HGV- Konzept erachtet der
VV ZH als problematisch. Wichtiger ist es, dass die Reisenden
dank Bahn 2000 rasch zu den Ausgangspunkten der HGV- Linien gelangen,
sei dies ber Genve im Westen, Basel und Schaffhausen im Norden
und St. Margrethen im Osten.
Im Westen soll der Anschluss Genve mit Prioritt behandelt werden,
weil er auch der Bevlkerung aus der Region Waadt ermglichen
wrde, in der gleichen Zeitspanne nach Paris zu gelangen, wie
ber Frasne. Dabei wird die Realisation der TGV- Linie Mulhouse
- Dijon vom VV ZH vehement untersttzt, lassen sich doch damit
die Verbindungen nach Paris nachhaltig verkrzen und wovon mehr
als die Hlfte unseres Landes, nmlich die Region Mittelland ber
die Zentral- und Nordost- bis hin zur Ostschweiz profitieren werden.
Die vorgesehene Phasierung (Aufsplitterung in verschiedene Projekte
mit zeitverschobener Ausfhrung) wird vom VV ZH als problematisch
betrachtet. Der Ausbau stellt ein Ganzes dar und innerhalb des
Gesamtkredites knnen einzelne Prioritten festgesetzt werden,
wie beispielsweise der Ausbau der Strecke Mulhouse - Dijon, Bellegarde
- Bourg en Bresse, oder St. Gallen - St. Margrethen. In diesem
Zusammenhang weist der VV ZH darauf hin, dass aber die Zentren
- zum Beispiel Zrich - mit leistungsfhigen Zufahrtsstrecken
ausgestattet werden mssen, sonst ist das System als Ganzes in
Frage gestellt.
Zusammenfassend hlt der VV ZH fest, dass die Zentrumsfunktion
von Zrich in dieser Vorlage in ungengender Art und Weise bercksichtigt
wird. Was ntzt beispielsweise ein Ausbau Rorschach - Kreuzlingen
oder St. Gallen - St. Margrethen, wenn die Realisation des Durchgangsbahnhofs
oder der Ausbau der Zulaufstrecken nach Zrich hinausgeschoben
wird? Anzufgen ist, dass sich die Frequenzen der Zrcher S- Bahn
in hchst erfreulichem Masse entwickeln, was einen Ausbau des
Angebots bedingt, welchem der Zrcher Kantonsrat am 24.11.2003
mit der Vorlage zur 3. Teilergnzung zugestimmt hat. Es gilt,
alles daran zu setzen, dass aufgrund dieser Sachlage der internationale
nicht gegen den S- Bahn- Verkehr ausgespielt wird.
Verfasser:
Kurt Schreiber, Prsident VV ZH
Au ZH, 16.1.2004