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ZVV-Strategie 2025-2029: Es bleibt eng!

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Erstellt am 24.07.2023 durch IGV Zrich
ZVV-Strategie 20252029: Es bleibt eng!
Die ZVV-Strategie 20252029 zeigt: Es bleibt eng in diesem Zeitraum. Eng in Bahn, Tram und Bus. Bei der S-Bahn sind es die STEP2035-Ausbauten wie MehrSpur Zrich-Winterhur (u.a. Brttenertunnel) und viertes Gleis im Bahnhof Stadelhofen. Bei den Trambahnen sind es das noch in der Planung steckende Tram Affoltern und die Erweiterung der Glattalbahn. Diese Ausbauten sollen den V strken in bereinstimmung mit den raumplanerischen, verkehrs- und umweltpolitischen Zielsetzung des Kantons.
Das es eng bleibt bis die entsprechenden Ausbauten und das Rollmaterial in rund 12 Jahren bereitstehen, betonen die Prsidentin des Verkehrsrates, Regierungsrtin Carmen Walker Sph, und der ZVV-Direktor Dominik Brhwiler an der Medienorientierung.
Das hat einerseits mit den langen Vorlaufzeiten bei Infrastrukturbauten zu tun. Anderseits ist der Bahnverkehr weitgehend in der Verantwortung des Bundes. Aber auch die weiteren Tramausbauten werden nicht von heute auf morgen gebaut.
Der weitere Ausbau der Zrcher S-Bahn wird mit der Fertigstellung der MehrSpur Zrich-Winterthur inklusive Bahnhof Stadelhofen die S-Bahn2G nher bringen eine innere S-Bahn und eine Express-S-Bahn.
Bei den Trambahnlinien sind die zeitlich am nchsten liegenden Ausbauten das Tram Affoltern und die Verlngerung der Glattbahn nach Kloten. Ab 2026 knnte der Bau dieser beiden Linien beginnen. Die Glattalbahn soll aber auch auf der anderen Seite der Spange weiterfahren: vom Bahnhof Stettbach ber den Bahnhof Dbendorf, durch den Innovationspark im Flugplatz Dbendorf zum Bahnhof Dietlikon. Dieser Ausbau erfolgt abgestimmt auf die Tramtangente Nord in Zrich, STEP2035 der Bahn und der Entwicklung im Innovationspark. Die Tramtangente Nord fhrt von Affoltern, ber Oerlikon zum Bahnhof Stettbach. Ungeduldig kann man werden. Es zeigt aber klar: Infrastrukturprojekte sind Langzeitprojekte, die verzgerungsfrei ausgefhrt werden sollen (Plan aus ZVV-Strategie)


Modalsplit auf 40%

Eines ist wichtig, will man bis 2040 den Modalsplit von heute 32% auf 40% steigern: der V muss sicher, zuverlssig und pnktlich unterwegs sein. Gerade fr den stdtischen Tram- und Busverkehr ist das eine grosse Herausforderung im begrenzten Verkehrsraum. Ein Verkehrsraum, der mit Autos, Velos und Fussgngern zu teilen ist. Und eine Verkehrsraum, in welchem man immer wenig schnell unterwegs sein soll. Gerade hier gilt es, die Vorteile des Massentransportmittels V zu betonen. Unntige Autofahrten, Fahrrder auf Busspuren und flchendeckend Tempo30 schrnken den V ein.

Dekarbonisierung
Wohl bald das Wort des Jahres? 'Dekarbonisiert' ist in der Schweiz der Schienenverkehr; Bahn und Tram 'hngen' am Strom. Der ffentliche Verkehr verantwortet zwar nur gut 3% der CO2-Emissionen des Gesamtverkehrs im Kanton Zrich. Trotzdem will der ZVV auch vor allem bei den dieselbetriebenen Bussen CO2-rmer werden. Hier soll die ZVV-Dekarbonisierungstrategie konsequent umgesetzt werden. Die IGV Zrich wird zu diesem Thema am 9. November 2023 ein Podium durchfhren.

7 von 10 Tickets digital
Das Ende 2024 auch Schluss ist mit dem Billetverkauf in den Regionalbussen ist erfreulich. Bei einem hnlich dichten Busverkehr wie in der Stadt Zrich sollen auch dieselben Regeln gelten. Dadurch werden die Fahrplanstabilitt erhht und verpasste Anschlsse wegen Versptungen minimiert. Sieben von zehn Tickets werden inzwischen digital gelst. Dieser Trend wird sich fortsetzen und die ffnung der Vertriebskanle fr branchenfremde Akteure ist genau zu beobachten. Es darf nicht sein, dass diese digitalen Akteure die Gewinne einsacken, Geld, das eigentlich zur Finanzierung des analogen/physischen Teils, also der Schienen und des Rollmaterials dient.

Fernverkehr
Aber auch der Fernverkehr wird in der ZVV-Strategie erwhnt. Der nationale und internationale Fernverkehr fllt zwar nicht in die Kompetenz des ZVV. Er ist aber fr die Anbindung der Metropole Zrich an andere in- und auslndische Grosstdtee absolut zentral und leider immer noch ein Stiefkind.
Richtigerweise steht in der ZVV-Strategie zum Fernverkehr: Fr den nationalen und internationalen Fernverkehr ist der Grossraum Zrich von zentraler Bedeutung. Auch dazu wird sich die IGV Zrich noch ussern.

Und die Kosten, die Preise?
Nachdem der Kostendeckungsgrad vom Spitzenwert 70% auf 57% whrend der Pandemie sank, will der ZVV diesen knftig auf ber 60% halten. Optimal wre, wenn dieser wieder auf den langjhrigen Wert von rund 65% steigen wrde. Dazu braucht es weiterhin den grossen Support durch die Politik. Trotzdem werden auch wir Fahrgste tiefer ins Portemonnaie greifen mssen. Nicht nur im Jahr 2024 werden die Fahrpreise steigen, vermutlich auch in weiteren Jahren. Trotz unserem hochstehenden V-Angebot gilt es Augenmass zu bewahren bei Preissteigerungen. Ein 49-Ticket soll aber nicht unsere Benchmark sein.

In diesem Zusammenhang eine aktuelle Meldung des Hamburger Verkehrsverbund (HVV): Von den 960000 Abos seien 250000 von Neukunden mit dem 49-Ticket; rund 24% dieser Kunden htte sonst das Auto benutzt. Sofern das zutrifft, muss sich das auch im Modalsplit niederschlagen.

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KOMMENTARE

Kurt Schreiber: Ausgezeichnete Zusammenfassung, der es fr mich nichts beizufgen gilt. Vielleicht einzig dies: Der internationale Fernverkehr darf nicht nur bis zur Grenze sondern ohne Umsteigen in den Zentren unseres Landes fahren. muss in die Zentren fahren.

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