ffentlicher Verkehr ist in Zukunft mehr als nur ein Netz von Linien, sondern Angebot von Haustre zu Haustre. So der Moderator, Paul Schneeberger und Geschftsfhrer der Stdtekonferenz Mobilitt (SKM), in seinem Fazit zum Zoom-Webinar der SKM vom Dienstag, 20. April 2021: Von Tram und Bus zu vielen Mobilittsangeboten Die Zukunft des ffentlichen Ortsverkehrs und die Rolle, welche die Stdte dabei spielen.Ziel der Tagung war, die Mobilitt in Stdten ber den klassischen V hinaus zu denken. Sie wollte den zwar nicht neuen, aber bis jetzt wenig weiter gedachten Ansatz der Mobilitt von Tr zu Tr konkretisieren. Nach einem wissenschaftlichen Inputreferat prsentierten Mobilittsanbieter Beispiele aus ihrem Ttigkeitsfeld.
Die von vielen Pendlern bereits gelebte Inter- und Multimodalitt soll hin zur Mobilitt as a service (MaaS) fhren. Von Tr zu Tr heisst, wie komme ich zur nchsten V-Haltestelle, welche effizienten Transportmittel stehen mir zur Verfgung ausser ich bewege ich mich zu Fuss von und zu der Haltestelle. Was brigens im Schlusswort angemahnt wurde ob all der sinnvollen und weniger sinnvollen Fahrgerte: das Zufussgehen als elementare sowie flcheneffizienteste und umweltfreundlichste Fortbewegungsart nicht auszublenden und konsequent in Transportketten zu integrieren.
Die Idee, knftig die ganze Reisekette mit einem Ticket zu zahlen, also Tram und Bus, Taxi, carsharing, Velomiete, Velo- und Autoparkplatz u.a.m. mit dem Klick auf eine App zu integrieren, wre innovativ. Hier sind die heutigen V-Unternehmen und Besteller gefordert. Ganz einfach darum, weil sich die Wertschpfung in den digitalen Teil der Mobilittskette verschiebt und weniger fr die Betreiber abfllt. Aber letztlich fahren wir nicht mit digitalen Fahrzeugen sondern ganz konkret mit physischen Trams, Bussen, Bahnen, Autos und Velos. Und dieses Rollmaterial und seine Infrastruktur muss nach wie vor finanziert werden. Entweder steigen grssere V-Unternehmen selbst in dieses Plattform-Geschft ein oder es muss bei privaten Playern ber eine Regulierung sicher gestellt sein, dass das Digitalgeschft das Analoggeschft querfinanziert. The winner takes it all?, wie der Wissenschafter Matthias Finger 2018 an einem Anlass von Avenir Mobilit zur Digitalisierung fragte, kann es nicht sein.
Unbestritten blieb letztlich, das Tram, Bus und Metro in Stdten auch in Zukunft die effizientesten Verkehrsmittel bleiben, um auf kleinem Raum viele Menschen zu transportieren. Und alle anderen Vehikel nur dazu dienen, die letzte Meile zu bedienen. Was die Tagung aber auch zeigte: Bei der Digitalisierung hinkt die Realitt den Wnschen und Bedrfnissen noch weit hinter her. Es bleibt daher noch viel zu tun, damit die Digitalisierung den Kunden, Betreibern und Bestellern einen echten Nutzen bringt in der Mobilittskette.
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