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Keine Tramlinien ohne Autotunnel!

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Erstellt am 11.12.2019 durch IGV Zrich
Keine Tramlinien ohne Autotunnel!
Das jetzige Gesamtverkehrsprojektprojekt Rosengartentram und Rosengartentunnel ist eine pragmatische Lsung fr Stadt Zrich und Kanton Zrich, gemeinsam erarbeitet von diesen beiden. Da es sich um ein strategisch wichtiges Vorhaben fr den Zrcher Lebens- und Wirtschaftsraum handelt, finanziert der Kanton den Hauptteil der Kosten von rund 1100 Millionen Franken. Das ist viel Geld, aber die langfristige Investition in Schiene und Strasse ist eine Generationeninvestition, und das Geld ist im Verkehrs- und Strassenfonds eingestellt. Auch wenn der Bund bereits in dieser frhen Projektphase Nachbesserungen verlangt, kann davon ausgegangen werden, dass er sich letztlich ber die Agglomerationsprogramme mit rund einem Drittel an den Kosten beteiligen wird das war brigens bei der Limmattalbahn nicht anders.
Die IGV Zrich hat sich schon frh fr diese Lsung ausgesprochen. Mit dem Bau von zwei Tramlinien als V-Tangenten zwischen Zrich Nord und den westlichen und sdlichen Teilen der Stadt wird der Hauptbahnhof entlastet und der Bahnhof Hardbrcke besser ins stdtische V-Netz eingebunden. Dieser V-Ausbau ist zentraler Bestandteil der VBZ-Tramnetzstrategie. Mit dem Rosengartentram kann die V-Kapazitt auf der Achse von heute 1900 auf 3500 Personen pro Stunde und Richtung fast verdoppelt werden. Smtliches knftiges Mobilittswachstum wird mit dem ffentlichen Verkehr aufgefangen. Dazu braucht es eine Lsung fr den motorisierten Individualverkehr (MIV), der aus ber 90 Prozent stdtischem Ziel-, Quell und Binnenverkehr besteht es ist also keine Transitachse. Erst durch den Autotunnel entsteht oberirdisch Platz fr das Tram und ein lebendiges Quartier mit Fuss- und Veloverkehr. Wer glaubt, diese wichtige Tramverbindung sei ohne eine Lsung fr den Autoverkehr zu haben, irrt gewaltig. Einerseits hat das Stimmvolk des Kantons Zrich 2017 einen Verfassungsartikel angenommen hat, der besagt, dass bestehende Strassenkapazitt nicht reduziert werden darf ob einem das gefllt oder nicht. Anderseits lehnten die Stadt Zrcher/-innen 2010 nur eine Tramlsung mit einer Zweidrittelmehrheit ab.

Im Gegensatz zum V gibt es beim MIV keinen Kapazittsausbau; das brige Strassennetz knnte das gar nicht schlucken. Es sind die Knoten im anschliessenden Strassennetz der Hardbrcke und der Strassen sdlich der Gleise, welche die Verkehrsmenge am Rosengarten bestimmen. Die Kapazitt wird mit dem Projekt nicht hher sein als die heutigen max. 56000 Fahrzeuge pro Tag 53000 durch den Tunnel, 3000 ber die Rosengarten/Bucheggstrasse. Das geht klar aus der Weisung zur vom Kantonsrat verabschiedeten Vorlage und der Vereinbarung zwischen Stadt- und Regierungsrat hervor. Regierungsprsidentin Carmen Walker Sph hat zudem im Rahmen einer Infoveranstaltung besttigt, dass dieser Eckwert in der Weisung zur Abstimmungsvorlage enthalten sein wird, die vom Regierungsrat beschlossen wird. Mit flankierenden Massnahmen im Rosengartenquartier wird unerwnschter Ausweichverkehr verhindert. Das Kombiprojekt V und MIV erlaubt es zudem, die bald 50-jhrige Quartier trennende Verkehrsschneise zu schliessen. Es lsst sich nicht von der Hand weisen, dass das Projekt eine stdtebauliche Herausforderung darstellt. Bei einer Annahme der Vorlage werden Stadt und Kanton Zrich sowie dereinst die einbezogenen Architekturbros der sorgfltigen Planung und mglichst quartiervertrglichen Gestaltung grsste Beachtung schenken. Zudem wird es weitere formelle und informelle Mitwirkungsverfahren und Wettbewerbe geben.

Ein Projekt des 21. Jahrhunderts solle nicht mit Lsungsanstzen aus dem 19./20. Jahrhundert angegangen werden, wird moniert. Der Einspruch mag berechtigt sein, nur verkennt er, dass seit bald 50 Jahren keine Lsung gefunden wurde. Es braucht eben auch im 21. Jahrhundert manchmal Umsetzungen, bei denen Schaufel und Pickel in die Hand genommen werden mssen. Man msste sonst den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner der Rosengartenstrasse erklren, wieso wir seit zwei Generationen nichts tun. Es ntzt den Betroffenen wenig, wenn wir von einem autofreien Zrich trumen, mit allenfalls autonom fahrenden Elektromobilen, welche die Rosengarten hinauf und hinunter suseln. Abgesehen davon, brauchen auch diese Platz. Ebenso ist es zynisch, billigen Wohnraum mit einer lrmigen und dreckigen Rennbahn zu rechtfertigen. Dann htte man ebenso gut die Wiederherstellung der Weststrasse sein lassen knnen. Aufwertung von Wohngegenden, sogenannte Gentrifizierung, ist Teil einer Stadtentwicklung. Eine Stadt kennt andere Mittel, um gnstigen Wohn- und Gewerberaum zu erhalten.

Fazit: Es wird keine Tramtangente geben ohne den Autotunnel aber auch keine Quartieraufwertung, welche diese hssliche Verkehrsschneise in der Stadt Zrich schliesst. Das Projekt Rosengartentram&Rosengartentunnel ist eine pragmatische Gesamtverkehrslsung von Stadt und Kanton Zrich, ein klassisch schweizerischer Kompromiss.

Daher hat der Prsident der IGV Zrich, Peter Anderegg, zusammen mit der Prsidentin des ACS Zrich, Ruth Enzler, das Co-Prsidium des Komitees JA zur Chance Rosengarten bernommen.
Helfen Sie mit, der Vorlage zum Durchbruch zu verhelfen und werden Sie Mitglied im Komitee JA zur Chance Rosengarten. Sie knnen das Komitee auch finanziell untersttzen.

Am 9. Februar 2020: 2 x JA zu Gesetz und Rahmenkredit!

Informieren Sie sich ber Argumente, Finanzen, Visualisierungen und Ablufe des Projektes auf der offiziellen Seite von Stadt und Kanton Zrich und auf der webpage des Komitees Ja zur Chance Rosengarten sowie dem Komitee-Flyer.

Medienmitteilung Tram

Und schauen Sie sich ein analoges Gesamtverkehrsprojekt In Deutschland an: Die Kombilsung Karlsruhe

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