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Bar-Zuschläge im ZVV-System «ein Ticket für alles» nicht Ziel führend

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Erstellt vor 19 Monaten durch VöV ZH
Bar-Zuschläge im ZVV-System «ein Ticket für alles» nicht Ziel führend
Der Zürcher Regierungsrat verlangt u.a. im Rahmen des Sparprogramms vom ZVV und von der ZSG auf dem Zürichsee auf den kommenden Fahrplanwechsel einen Seezuschlag von fünf Franken einzuführen. Ohne diese Einzelmassnahme überzubewerten, scheint es dem VöV ZH nicht Ziel führend, weitere Bar-Zuschläge (nebst dem Nachtzuschlag) auf ein Ticket im ZVV-System «ein Ticket für alles» einzuführen – erst recht nicht für Abonnementsbesitzer mit einem ZVV-Pass oder SwissPass.
Kommen als nächstes Bar-Zuschläge für die Seilbahn Adliswil-Felsenegg oder andere, nicht kostendeckende öV-Linien, welche nicht direkt als Berufsverkehr eingestuft werden? Sollen wir Berufs- und Freizeitverkehr überhaupt auseinander halten? In dieser Art eingeführt, wäre das der langsame Abschied vom Tarifverbund. Gerade die Querfahrten über den See, Küsnacht–Thalwil oder Meilen–Horgen sind (auch) Pendlerstrecken. Zuschläge wie der vorgeschlagene «Fünfliber» sind in dieser Art ein Rückschritt. Der VöV ZH unterstützt jedoch, dass Einnahmen und Ausgaben permanent überprüft und auch Tarife angepasst werden. Wir sind gespannt, wie diese von der Regierung geforderte Massnahme umgesetzt wird.

Hätten wir ein ‚E-Ticket’-System mit automatischer Erfassung, also ein BIBO («be in be out»), könnte auch ein Mobility-pricing elegant gelöst werden – um das geht es nämlich bei solchen Zuschlägen. Zumindest bei Abo-Besitzern muss Abstand genommen werden von solchen Zuschlägen, bis nicht ein dem Stand der Technik angepasstes Erfassungssystem eingeführt ist.PA.

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