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Tariferhöhung ja, aber ...

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Erstellt vor 3 Jahren durch VöV ZH
Tariferhöhung ja, aber ...

Der nationale Dachverband der Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs (VöV) hat auf den Fahrplanwechsel 2014/15 eine Tariferhöhung von 2.9% beschlossen. Damit soll ein Teil der Lücke von rund 90 Millionen im Regionalverkehr gedeckt werden. Ebenfalls nachziehen wird der ZVV mit rund 2.5% und hat dies nun in die Vernehmlassung geschickt.
Der VöV Zürich sagt zu diesen Erhöhungen ja, aber ...

Zum Ja: Insbesondere im ZVV-Gebiet findet am 15. Juni 2014 mit der Teileröffnung der Durchmesserlinie und der ersten Etappe der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn ein gewaltiger Schub beim öV-Angebot statt. Zudem werden Tram- und Busangebote laufen ausgebaut. Infrastrukturausbauten und neues Rollmaterial bei S-Bahn, Tram und Bus dürfen sich sehen lassen. Der Kostendeckungsgrad im ZVV-Gebiet beträgt ca. 60%; Kanton, Gemeinden und Nutzer/-innen teilen sich die Kosten. Eine moderate Erhöhung der Nutzerfinanzierung ist unter diesen Prämissen nachvollziehbar und akzeptabel.
Zum aber: Eine gesamtschweizerische, lineare Erhöhung der Billetpreise, obwohl die Kosten primär im Regionalverkehr anfallen, ist doch etwas fragwürdig. Mehr Transparenz, wohin die Mehreinnahmen fliessen und über die langfristige Tarifentwicklung ist gefragt. Es darf sich auch nicht die Mentalität einschleichen, Bund und Kantone könnten sich bei Angebotsbestellungen aus der Pflicht stehlen und die Nutzer überdurchschnittlich zur Kasse beten. Zur Dämpfung der Nachfrage ist aus ökologischer Sicht eine höhere Nutzerbeteiligung grundsätzlich nicht falsch. Eine Erhöhung der öV-Tarife sollte aber nicht permanent weit über der Teuerung liegen und die Schere zwischen den Nutzerabgaben beim öV und MIV darf sich nicht weiter öffnen, sonst wird der Verlagerungseffekt vor allem im Freizeitverkehr verpuffen.PA.

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