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VBZ-Netzentwicklung 2040 denkt Strategie 2030 weiter

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Erstellt vor 5 Monaten durch IGöV Zürich
VBZ-Netzentwicklung 2040 denkt Strategie 2030 weiter
Etwas anders als bisher will das der Stadt Zürich gehörende Verkehrs-Unternehmen VBZ die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs für 2040 angehen. Vorab wollen die Verantwortlichen ein Zukunftsbild 2050 skizzieren lassen. An der Medienkonferenz vom 18.2.2020 stellten der zuständige Stadtrat Michael Baumer, VBZ-Direktor Guido Schoch und der Leiter Marktentwicklung Thomas Hablützel diesen Prozess vor. Bevor sich Fachleute mit den Wachstumsprognosen von Wohn- und Arbeitsplätzen, Verkehrsströmen und Mobilitätstrends auseinandersetzen, sollen sich alle interessierten Verkehrsteilnehmenden in den Prozess einbringen können. Die IGöV Zürich begrüsst dieses Projekt in eine spannende Verkehrszukunft.
Auch ohne das jetzt abgelehnte Rosengartentram – ein Puzzleteil der Netzstrategie 2030 – zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz des bisher Erreichten dieser Strategie: Tram Züri-West, Tram Hardbrücke, die Verlängerung der Tramlinie 2 nach Schlieren sowie Ausbauten von Buslinien stärken den öV. Zudem befindet sich das Tram Affoltern in der Planung. Aber ohne diese Tramtangente am Rosengarten kann der Hauptbahnhof vorläufig nicht entlastet werden und die Umsteigesituation am Bahnhof Hardbrücke bleibt mangelhaft.


Das Ziel der Netzentwicklung 2040 ist darauf ausgerichtet, auch künftig einen optimalen öV anbieten zu können. Das heisst, eine stark wachsende Anzahl Fahrgäste mit der nötigen Kapazität, pünktlich, zuverlässig und möglichst ohne Umsteigen zu transportieren. Dies in engem Ineinandergreifen der verschiedenen Transportmittel wie S-Bahn, Tram, Bus und neuen, ergänzenden wie zum Beispiel Seilbahnen oder individuellen Fahrzeugen (sharecom, Taxi, …).

Gewisse Gedanken, wie «hotspots» entschärft werden könnten, wurden an der Medienkonferenz skizziert. Das eingangs erwähnte Rosengartentram könnte zum Beispiel in einem Tramtunnel von Wipkingen zum Irchel geführt werden. Dort könnte es mit der visionär angedachten «Forschungslinie» verknüpft werden. Diese würde vom neuen Gesundheits-, Forschungs- und Bildungsstandort Lengg (u.a. neues Kinderspital) via Bahnhof Stadelhofen über die Forschungstätten ETH und Uni Zentrum (inkl. Universitätsspital), die Uni Irchel via Bahnhof Oerlikon zum Gesundheitszentrum des Universitätsspitals im «The Circle» am Flughafen Zürich führen. Auch hier denkt man an eine teils unterirdische Führung – das Metrotram lässt grüssen. Nach wie vor muss es auch Ziel sein den Hauptbahnhof zu entlasten. Die Stadt Zürich und die VBZ denken aber nicht nur ans eigene Stadtgärtli, weil man sich bewusst ist, dass der Lebens- und Verkehrsraum weit mehr ist als die Stadt Zürich. Daher werden diese Zukunftsszenarien auch zusammen mit dem ZVV erarbeitet.

Ablauf des Prozesses: Bis zum 25. März 2020 haben alle Interessierten die Möglichkeit, am Zukunftsbild 2050 mitzuwirken. Sei es, an Walk-ins persönlich mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen und sich verlauten zu lassen oder online auf einer Partizipations-Plattform eine Meinung dazu abzugeben. Im April werden die Ergebnisse dieser Befragung von externen Expertenteams ausgewertet und bis Ende 2020 Zukunftsbilder für den öV im Jahr 2050 entworfen. Darauf aufbauend wir ab 2021 die Netzentwicklungstrategie 2040 erarbeitet und in den städtischen und kantonalen politischen Prozess eingespeist. Alle Angaben dazu finden Sie unter vbz2050.ch. Bringen sie sich ein in dieses spannende Projekt!

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