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Etwas mehr HGV zur Anbindung von Zürich

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Erstellt vor 31 Tagen durch IGöV Zürich
Etwas mehr HGV zur Anbindung von Zürich
Der ab Dezember 2019 auf der Nord-Süd-Achse verkehrende «Giruno» und der ab Dezember 2020 nach München verkehrende «Astoro» haben Flügel: Beide Namen sind von Vogelnamen abgeleitet – Giruno der Mäusebussard, Astoro der Habicht. Und beide schnellen Verbindungen bringen Zürich der HGV-Welt im nahen Ausland etwas näher. Das freut die IGöV Zürich. Eine gute Anbindung Zürichs an die HGV-Netze Deutschlands, Frankreichs und Italiens ist zentral für diese Schweizer Metropole. Sie leisten zudem einen Beitrag zur Reduktion von Kurz- und Mittelstreckenflügen.
Einer seiner Träume sei in Erfüllung gegangen, sagte SBB-Chef Andreas Meyer anlässlich der ersten Giruno-Taufe am 8. August in Bellinzona auf den Namen ‚San Gottardo’: «Der Giruno ist ein Schweizer Zug, der durch zwei Schweizer Tunnel fährt … ». Daher sei der Giruno nicht nur ein Zug, sondern er verbinde «die Länder und damit die Menschen Europas». Dabei soll ab Fahrplanwechsel 2020 mit den beiden Basistunnels Gotthard und Ceneri die südliche Metropole in weniger als 3 Stunden zuverlässig erreichbar sein. Die SBB, die Ferrovie dello Stato ltaliane und die Deutsche Bahn haben im Juni dieses Jahres die Absichtserklärung «Chance Ceneri 2020» unterzeichnet. Damit sollen Geschwindigkeit, Zahl und Pünktlichkeit von Personen- und Güterzugsverbindungen erhöht werden.


Ein Wermutstropfen bleibt: Gegen Norden hin besteht nach wie vor Nachholbedarf – Stichwort Zürich–Basel und Basel Frankfurt. Da steht nicht nur Deutschland mit der langsamen Rheintalstrecke in der Pflicht, auch eine relevante Reiseverkürzung Zürich–Basel lässt auf sich warten. Wenn man bedenkt, dass man für die rund 100 km nach Basel gut 50 Minuten braucht, von dort aber die 530 km nach Paris in 3 Stunden zurücklegt, gibt es da schon noch Verbesserungspotential. Immerhin geht es ab Dezember 2020 schneller nach München: die Reisezeit wird dann im erwähnten «Astoro» umsteigefrei weniger als dreieinhalb Stunden dauern – heute im besten Fall rund viereinhalb Stunden mit umsteigen oder – sofern staufrei gut vier Stunden mit dem IC-Bus.

Sowohl BAK Basel economics als auch die Studie «Vision Mobilität Schweiz 2050» der ETH Zürich und der Universität St.Gallen kommen zum Schluss, dass eine bessere kontinentale Erreichbarkeit der Metropole Zürich vor allem bei optimalen Anschlüssen ans europäische Hochgeschwindigkeitsbahnnetz (HGV) liegt und nicht beim Luftverkehr.

Jedenfalls freut es die IGöV Zürich, dass Zürich durch etwas mehr HGV nach Süden und Osten näher an Europa rückt – wenigstens verkehrsmässig. Und: Im November dieses Jahres wird ein Giruno auf den Namen Zürich getauft werden.

Medienmitteilung der SBB
Ausbau Zürich München
NZZ 17.8.2019 «Höchste Eisenbahn für Elektrifizierung»

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KOMMENTARE:

17.8.2019
Da der Kommentar von Paul Stoppersehr sehr lang ist, bzw. sich allgemein mit dem HGV-System Schweiz–Europa befasst, ist er als pdf-Datei hinterlegt. PA.


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